Drei Angebote für dieselbe Anwendung liegen auf dem Tisch, und das teuerste kostet ein Vielfaches des günstigsten. Alle drei Agenturen haben eine gute Website, waren im Erstgespräch sympathisch und haben versprochen, pünktlich zu liefern. Welche davon die richtige ist, lässt sich an den Angeboten nicht ablesen.
Eine Softwareagentur auswählen ist für die meisten Geschäftsführer eine seltene Entscheidung, und genau deshalb fehlt der Vergleichsmaßstab. Du kannst den Code nicht beurteilen, und das musst du auch nicht. Du kannst aber beurteilen, wie eine Agentur arbeitet. Das zeigt sich im Erstgespräch, an den Antworten auf die richtigen Fragen.
Dieser Beitrag gibt dir zwölf Fragen dafür. Zu jeder steht, warum sie zählt und woran du eine gute und eine schlechte Antwort erkennst. Danach kommen Warnsignale und eine Bewertungstabelle, mit der du mehrere Angebote nebeneinanderlegen kannst. Die Fragen funktionieren genauso, wenn du einen einzelnen Softwareentwickler finden oder Individualsoftware entwickeln lassen willst.
Bevor du fragst: was du selbst mitbringst
Die besten Fragen helfen wenig, wenn jede Agentur etwas anderes angeboten hat, weil jede etwas anderes verstanden hat. Drei Dinge machen die Angebote vergleichbar:
- Eine Seite Anforderungen. Was die Software können muss, für wen, und was ausdrücklich nicht. Wie das ohne dickes Lastenheft geht, steht in Anforderungen für ein KI-Projekt aufschreiben, und das Vorgehen passt auf jede Software.
- Einen Budgetrahmen. Nicht als Verhandlungsposition, sondern damit die Agentur sagen kann, was in diesem Rahmen sinnvoll ist. Ohne Rahmen bekommst du drei Angebote für drei verschiedene Projekte.
- Eine Person, die entscheidet. Wer im Projekt Fragen beantwortet und Zwischenstände freigibt. Ohne diese Person wird jede Agentur langsam, egal wie gut sie ist.
Wenn du noch unsicher bist, ob eigene Software überhaupt der richtige Weg ist, lies vorher Selbst bauen oder kaufen?. Mit welchen Kosten und welchem Ablauf du grob rechnen solltest, steht in App entwickeln lassen.
Fragen zum Vorgehen
1. Wie klärt ihr, was gebaut wird?
Wenn Softwareprojekte schiefgehen, liegt es selten an der Technik und oft daran, dass Auftraggeber und Agentur verschiedene Bilder im Kopf hatten. Die Klärung am Anfang ist deshalb der wichtigste Teil des Projekts, und der, an dem am liebsten gespart wird.
Gute Antwort: Ein eigener Schritt vor oder zu Beginn der Umsetzung, in dem jemand eure Abläufe anschaut, Rückfragen stellt und festhält, was die Software können muss und was bewusst nicht. Am Ende steht ein Dokument, das du lesen und verstehen kannst. Warum eine gute Beschreibung gerade bei KI-gestützter Entwicklung den Unterschied macht, steht in Spec-Driven Development.
Schlechte Antwort: „Schicken Sie uns Ihre Anforderungen, dann machen wir ein Angebot." Oder: „Wir legen direkt los und schauen, was sich ergibt." Beides verschiebt die Klärung in die Umsetzung, wo sie am teuersten ist.
2. Wann sehe ich den ersten klickbaren Stand?
Ein klickbarer Prototyp zeigt dir früh, ob die Agentur dich verstanden hat. Er kostet wenig, weil noch kaum etwas dahinter programmiert ist, und er deckt Missverständnisse auf, solange sie billig zu korrigieren sind. Mit KI-Werkzeugen entstehen solche Prototypen heute deutlich schneller als noch vor wenigen Jahren.
Gute Antwort: Ein konkreter Zeitpunkt in Tagen oder wenigen Wochen, und zwar vor der eigentlichen Umsetzung. Dazu die Bitte, dass Leute aus deinem Team den Prototyp selbst durchklicken, nicht nur du.
Schlechte Antwort: Der erste Stand kommt nach drei Monaten, oder statt eines Prototyps gibt es nur Entwürfe als Bilder. Genauso vorsichtig solltest du sein, wenn der Prototyp schon als halbe Software verkauft wird. Warum ein schneller Prototyp noch keine belastbare Anwendung ist, steht in Vom Vibe-Coding-Prototyp zur echten Software.
3. Wie oft bekomme ich nutzbare Zwischenstände?
Eine Software, die du erst am Ende siehst, ist eine Blackbox mit eingebauter Überraschung. Regelmäßige Zwischenstände geben dir die Möglichkeit, früh gegenzusteuern, und sie zeigen dir, ob das Projekt tatsächlich vorankommt.
Gute Antwort: Ein fester Rhythmus, etwa alle zwei Wochen, mit einem Stand, den du selbst in einer Testumgebung ausprobieren kannst. Dazu ein kurzer Termin, in dem gezeigt wird, was neu ist und was als Nächstes kommt.
Schlechte Antwort: Statusberichte statt Software. Wer dir jede Woche schreibt, dass alles im Plan liegt, dir aber nichts zum Anklicken gibt, weiß womöglich selbst nicht genau, wo das Projekt steht.
Fragen zur Qualität
4. Wie setzt ihr KI in der Entwicklung ein, und wie wird KI-Code geprüft?
Fast jede Agentur arbeitet inzwischen mit KI. Im Stack Overflow Developer Survey 2025 gaben 84 Prozent der Befragten an, KI-Werkzeuge in der Entwicklung zu nutzen oder das zu planen. Im selben Survey misstrauten 46 Prozent der Genauigkeit dieser Werkzeuge, nur 33 Prozent vertrauten ihr. Die Frage ist also nicht, ob KI mitschreibt, sondern wer prüft, was sie schreibt.
Gute Antwort: Offen und konkret. Welche Werkzeuge genutzt werden, dass vor dem Programmieren eine klare Beschreibung steht, dass jede Änderung von einem Menschen gelesen wird, bevor sie übernommen wird, und dass automatische Tests laufen. Ich arbeite selbst täglich mit Claude Code und halte das für den richtigen Weg, solange diese Prüfschritte fest eingebaut sind. Wo der Unterschied zum bloßen Drauflosgenerieren liegt, steht in Vibe Coding oder KI-gestützte Softwareentwicklung.
Schlechte Antwort: „Wir nutzen keine KI" ist heute entweder nicht ganz vollständig oder ein Zeichen, dass die Agentur Zeit liegen lässt, die du bezahlst. „Die KI schreibt fast alles, das geht rasend schnell" ohne ein Wort zur Prüfung ist das andere Extrem, und das gefährlichere.
5. Wie testet ihr?
Tests sind der Teil, den du als Auftraggeber nie siehst und dessen Fehlen du garantiert bemerkst. Meistens nach einem Update, wenn plötzlich etwas nicht mehr geht, das vorher funktioniert hat.
Gute Antwort: Automatische Tests für die wichtigen Abläufe, die bei jeder Änderung laufen. Eine Testumgebung, getrennt vom Livesystem. Und ein klarer Schritt, in dem du oder dein Team vor dem Livegang mit echten Fällen testet.
Schlechte Antwort: „Wir testen natürlich gründlich", ohne zu sagen, wie. Oder: „Das Testen übernehmen Sie dann." Dein eigener Test ist wichtig, ersetzt aber keine Tests auf Seiten der Agentur. Was vor einem Livegang geprüft sein sollte, zeigt die Prüfliste vor dem Livegang.
6. Welche Technik nutzt ihr, warum, und wie verbreitet ist sie?
Die Technik entscheidet, wer die Software in fünf Jahren noch weiterentwickeln kann. Bei einer verbreiteten Technik findest du jederzeit andere Entwickler. Bei einer Nischenlösung bist du an die wenigen Leute gebunden, die sie beherrschen.
Gute Antwort: Ein verbreiteter Stack mit einer Begründung, die zu deinem Projekt passt. Für Web-Anwendungen sind das zum Beispiel React und Next.js mit TypeScript. TypeScript ist laut GitHubs Octoverse-Bericht seit August 2025 die meistgenutzte Sprache auf GitHub, gemessen an monatlich aktiven Mitwirkenden. Wer so etwas wählt, hat später einen großen Markt an Entwicklern, die weitermachen können.
Schlechte Antwort: Ein hauseigenes Framework oder ein eigener Baukasten, den nur diese Agentur kennt. Oder eine Begründung, die mit „das machen wir immer so" anfängt und nichts mit deinem Vorhaben zu tun hat.
Fragen zu Übergabe und Betrieb
7. Bekomme ich den kompletten Quellcode, Zugang zum Repository und alle Zugänge?
Ganz praktisch gefragt: Könnte morgen eine andere Agentur weiterarbeiten, ohne bei der alten um irgendetwas bitten zu müssen? Dafür braucht es den Quellcode samt Versionsgeschichte und die Zugänge zu Server, Datenbank, Domain und allen angebundenen Diensten.
Gute Antwort: Das Repository liegt von Anfang an in einem Konto deiner Firma, etwa bei GitHub oder GitLab, und die Agentur arbeitet darin. Du siehst jederzeit jede Änderung. Zugänge zu Hosting und Diensten laufen auf deinen Namen. Warum die Versionsgeschichte so wertvoll ist, erklärt Git erklärt.
Schlechte Antwort: „Den Code bekommen Sie am Ende als ZIP-Datei." Oder: „Hosting und Konten laufen über uns, das ist einfacher." Einfacher ist es, aber nur für die Agentur.
8. Wo läuft die Software, wer betreibt sie, und was kostet der Betrieb?
Eine Anwendung ist nach dem Livegang nicht fertig, ihr eigentliches Leben fängt dann erst an. Server, Updates, Sicherungen, Überwachung und kleine Anpassungen kosten jeden Monat Geld und Zeit, und diese Kosten fehlen in vielen Angeboten.
Gute Antwort: Eine klare Aussage, wo die Anwendung läuft, wer Updates und Sicherungen übernimmt und was das im Monat kostet, getrennt von den Kosten der Entwicklung. Dazu die Möglichkeit, den Betrieb später selbst oder mit jemand anderem zu übernehmen.
Schlechte Antwort: „Das klären wir nach dem Livegang." Oder ein Betrieb, der nur auf der Plattform der Agentur funktioniert. Dann kaufst du keine Software, sondern ein Abonnement, aus dem du schwer wieder herauskommst.
9. Was passiert, wenn mein Ansprechpartner ausfällt?
Entwickler wechseln den Job, werden krank, gehen in Elternzeit. In kleinen Agenturen hängt ein Projekt oft an einer einzigen Person. In der Softwareentwicklung heißt das Bus-Faktor: Wie viele Leute müssten ausfallen, bis niemand mehr weiß, wie die Software funktioniert?
Gute Antwort: Mindestens eine zweite Person kennt das Projekt und schaut regelmäßig auf den Code. Dazu eine Dokumentation, die beschreibt, wie die Anwendung aufgebaut ist, wie man sie startet und wie man eine neue Version ausliefert. Frag, ob du ein Beispiel aus einem anderen Projekt sehen kannst.
Schlechte Antwort: „Das passiert bei uns nicht." Oder: „Das steht alles im Code." Code zeigt, was die Software tut, aber selten, warum sie es so tut.
Fragen zu Zusammenarbeit und Vertrauen
10. Wie schätzt ihr, und wie gehen wir mit Änderungen um?
Jede Schätzung zu Beginn eines Softwareprojekts ist unsicher, weil sich unterwegs zeigt, was wirklich gebraucht wird. Das ist normal. Entscheidend ist, wie offen die Agentur mit dieser Unsicherheit umgeht.
Gute Antwort: Eine Spanne statt einer einzelnen Zahl, mit den Annahmen, auf denen sie beruht. Dazu ein klarer Weg für Änderungen: Neue Wünsche werden aufgeschrieben, geschätzt und von dir priorisiert, bevor jemand damit anfängt. Du entscheidest, was dafür später kommt oder wegfällt.
Schlechte Antwort: Ein fester Preis auf den Euro genau, ohne dass jemand eure Abläufe gesehen hat. Der Puffer steckt dann entweder im Preis, oder er kommt später als Nachforderung. Ebenso unklar: „Änderungen sind bei uns kein Problem", ohne zu sagen, wie sie abgerechnet werden.
11. Kann ich mit einem Kunden eines ähnlichen Projekts sprechen?
Logos auf der Website und Fallstudien sind Marketing. Ein Gespräch mit einem Kunden ist die einzige Quelle, die nicht von der Agentur selbst geschrieben wurde.
Gute Antwort: Ja, mit Namen und Kontakt, idealerweise ein Betrieb ähnlicher Größe mit einem vergleichbaren Vorhaben. Frag den Kunden dann nicht, ob er zufrieden war, sondern was schiefgegangen ist und wie die Agentur damit umgegangen ist.
Schlechte Antwort: Nur Verweise auf bekannte Namen, zu denen es keinen Kontakt gibt. Oder ein Referenzkunde, dessen Projekt mit deinem nichts zu tun hat. Ein Kunde, der eine Marketing-Website bekommen hat, sagt wenig über ein internes Werkzeug mit drei Schnittstellen.
12. Wer programmiert tatsächlich?
Im Erstgespräch sitzen oft die Geschäftsführung oder der Vertrieb. Wer später deinen Code schreibt, ist eine andere Frage. Das kann ein festes Team im Haus sein, ein Netzwerk aus Freelancern oder ein Partner im Ausland. Alles davon kann funktionieren, aber du solltest es wissen.
Gute Antwort: Namen und Rollen der Leute, die an deinem Projekt arbeiten, und die Möglichkeit, die Person, die hauptsächlich entwickelt, vor dem Start kennenzulernen. Wenn externe Partner beteiligt sind, sagt die Agentur das von sich aus.
Schlechte Antwort: „Unser Team kümmert sich darum." Wenn du auf Nachfrage keine Namen bekommst, weißt du nicht, wer an deinem Projekt arbeitet, und die Agentur womöglich auch noch nicht.
Warnsignale im Erstgespräch
Neben schwachen Antworten gibt es Muster, bei denen du genauer hinschauen solltest, auch wenn der Rest überzeugt:
- Keine einzige Rückfrage. Wer eine Stunde lang präsentiert und nichts über deinen Ablauf wissen will, baut, was er immer baut.
- Das Angebot kommt vor der Klärung. Ein Preis nach dreißig Minuten Gespräch ist geraten, egal wie präzise er aussieht.
- Kein Wort über die Zeit nach dem Livegang. Betrieb, Updates und Weiterentwicklung fehlen im Angebot oder werden auf später vertagt.
- Du siehst den Code erst am Ende. Kein Zugang zum Repository während des Projekts heißt: Du kaufst eine Blackbox.
- Alles ist schnell und günstig, weil KI. KI macht Entwicklung schneller, aber Klärung, Tests und Betrieb nicht überflüssig. Wer nur mit Tempo wirbt, spart meistens genau dort.
Allgemeine Warnzeichen bei Dienstleistern rund um KI stehen in Woran du einen brauchbaren KI-Dienstleister erkennst. Und wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du eine Softwareagentur brauchst oder eher eine KI-Agentur oder einen Berater, hilft Was macht eine KI-Agentur? bei der Einordnung.
Angebote vergleichen: die Bewertungstabelle
Nach zwei oder drei Erstgesprächen verschwimmen die Eindrücke. Die Tabelle hilft, sie festzuhalten. Vergib für jede Frage 0, 1 oder 2 Punkte, am besten direkt nach dem Gespräch, solange du dich an die Antworten erinnerst.
| Frage | 2 Punkte | 1 Punkt | 0 Punkte |
|---|---|---|---|
| 1. Klärung | eigener Klärungsschritt mit lesbarem Ergebnis | Klärung nebenbei im Projekt | Angebot ohne Rückfragen |
| 2. Erster klickbarer Stand | nach Tagen oder wenigen Wochen, vor der Umsetzung | nach einigen Wochen, ohne Test durch dein Team | erst nach Monaten |
| 3. Zwischenstände | fester Rhythmus, selbst testbar | unregelmäßig, nur vorgeführt | nur Statusberichte |
| 4. KI und Prüfung | offen erklärt, mit Review und Tests | KI im Einsatz, Prüfung vage | keine Aussage oder keine Prüfung |
| 5. Tests | automatisch, Testumgebung, Test mit echten Fällen | nur manuell | „machen Sie dann" |
| 6. Technik | verbreitet und begründet | verbreitet, ohne Begründung | Eigenbau oder Nische |
| 7. Code und Zugänge | Repository und Konten von Anfang an bei dir | Übergabe erst am Ende | bleiben bei der Agentur |
| 8. Betrieb | Kosten und Zuständigkeit klar, später übertragbar | grob beschrieben | „klären wir später" |
| 9. Vertretung | zweite Person und Dokumentation | Dokumentation ohne zweite Person | hängt an einer Person |
| 10. Schätzung und Änderungen | Spanne mit Annahmen, klarer Änderungsweg | Festpreis, Änderungen vage | Zahl ohne Klärung |
| 11. Referenz | Kontakt zu ähnlichem Projekt | Referenz ohne Kontakt | keine |
| 12. Team | Namen, Kennenlernen möglich | Rollen ohne Namen | unklar |
Rechne danach nicht nur die Summe aus, sondern schau zuerst auf die Nullen. Eine Null bei Code und Zugängen, beim Betrieb oder beim Team wiegt schwerer als zwei Punkte mehr bei der Technik. Ich würde eine Agentur mit einer Null in einer dieser drei Zeilen nicht beauftragen, egal wie gut der Rest aussieht. Liegen zwei Angebote gleichauf, entscheidet das Gespräch mit dem Referenzkunden.
Häufige Fragen
Wie finde ich einen guten Softwareentwickler oder eine gute Softwareagentur?
Über Empfehlungen aus deinem Netzwerk und über Referenzen mit ähnlichen Projekten, nicht über Rankings. Hol zwei bis drei Angebote ein, gib allen dieselbe Anforderungsseite und bewerte die Erstgespräche mit denselben zwölf Fragen. Wer die besten Rückfragen stellt, ist meistens auch im Projekt der bessere Partner.
Was kostet es, Individualsoftware entwickeln zu lassen?
Das hängt vom Umfang, von der Zahl der Schnittstellen und von den Anforderungen an den Betrieb ab, deshalb sagen Pauschalpreise wenig. Zur Orientierung beim Stundensatz: Laut Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der mittlere Stundensatz (Median) freiberuflicher Software- und Webentwickler im deutschsprachigen Raum bei 90 Euro. Agenturen rechnen zusätzlich Projektleitung, Abstimmung und Vertretung ein, das solltest du beim Vergleich mitdenken. Und rechne neben der Entwicklung immer die monatlichen Betriebskosten mit.
Agentur oder Freelancer: Was ist besser?
Ein Freelancer ist meist günstiger und direkter, eine Agentur hat mehr Kapazität und kann Ausfälle auffangen. Für ein kleines internes Werkzeug kann ein erfahrener Freelancer genau richtig sein. Für eine Anwendung, an der dein Tagesgeschäft hängt, ist Frage 9 entscheidend: Wer übernimmt, wenn die eine Person ausfällt?
Sollte eine Softwareagentur mit KI entwickeln?
Ja, wenn sie es kontrolliert tut. KI-Werkzeuge machen Entwicklung schneller und Prototypen günstiger. Entscheidend ist, dass vorher klar beschrieben ist, was gebaut wird, und dass Menschen jede Änderung prüfen, bevor sie live geht. Eine Agentur, die dir das in zwei Sätzen erklären kann, nutzt KI richtig.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Zwei bis drei. Mit einem Angebot fehlt dir der Vergleich, mit fünf verbringst du Wochen in Erstgesprächen, und die Antworten verschwimmen. Wichtiger als die Zahl ist, dass alle Agenturen dieselbe Anforderungsseite bekommen.
Fazit
Eine Softwareagentur auswählen heißt nicht, Code zu beurteilen, sondern Arbeitsweise. Die zwölf Fragen zeigen dir, wie eine Agentur klärt, liefert, prüft, übergibt und mit Unsicherheit umgeht. Gute Agenturen beantworten sie konkret und ohne Zögern, weil sie sich diese Fragen selbst längst gestellt haben.
Die drei Fragen, an denen sich am meisten entscheidet: Bekomme ich Code und Zugänge von Anfang an? Wer betreibt die Software, und was kostet das im Monat? Und wer programmiert tatsächlich? Wenn eine dieser Antworten ausweicht, hilft auch der beste Preis nicht.
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