Softwareentwicklung

KI-gestützte Softwareentwicklung oder Vibe Coding? Der Unterschied

Am Montagmorgen zeigt dein Vertriebsleiter sein Wochenendprojekt: ein kleines Werkzeug für Angebotsfreigaben, komplett mit KI gebaut. Angebot hochladen, Betrag eintragen, die Geschäftsführung klickt auf „Freigeben". Es läuft, es sieht ordentlich aus, und außer einem Wochenende und einem KI-Abo hat es nichts gekostet. Die Frage im Raum liegt auf der Hand: Können wir das so nehmen?

Zwei Wochen später liegt das Angebot eines Softwareentwicklers für genau dieses Werkzeug auf dem Tisch. Auch er arbeitet mit KI, schreibt er, und trotzdem plant er mehrere Wochen ein. Beide nutzen dieselben Werkzeuge. Was sie trennt, heißt auf der einen Seite Vibe Coding und auf der anderen KI-gestützte Softwareentwicklung. Und dieser Unterschied entscheidet darüber, ob du in einem Jahr ein Werkzeug hast oder ein Problem.

Dieser Beitrag zeigt den Unterschied an einem durchgehenden Beispiel aus dem Mittelstand, erklärt, wo KI die Entwicklung wirklich schneller macht und wo der Mensch bleiben muss, und was das für dich als Auftraggeber heißt.

Gleiche Werkzeuge, andere Disziplin

Den Begriff Vibe Coding hat Andrej Karpathy im Februar 2025 geprägt: Man gibt sich ganz dem Gefühl hin und vergisst, dass es den Code überhaupt gibt. Du beschreibst, was du willst, die KI schreibt, du probierst aus. Wenn etwas nicht geht, beschreibst du den Fehler, bis es läuft. Den Code liest niemand. Was genau dahintersteckt und wofür es taugt, steht in Was ist Vibe Coding?.

KI-gestützte Softwareentwicklung nutzt dieselben Werkzeuge. Auch hier schreibt ein KI-Agent den größten Teil des Codes, im Englischen heißt das AI Coding oder Agentic Coding. Wie so ein Agent arbeitet, habe ich in Claude Code: Der autonome Agent für deine Softwareentwicklung beschrieben. Der Unterschied liegt nicht im Werkzeug, sondern in allem drumherum: Es gibt eine schriftliche Beschreibung dessen, was gebaut wird. Menschen treffen die Grundsatzentscheidungen. Und jede Änderung wird geprüft, bevor sie zählt.

Der Entwickler Simon Willison hat das im März 2025 auf eine brauchbare Formel gebracht: Wenn eine KI den Code geschrieben hat und du ihn danach geprüft, gründlich getestet und so verstanden hast, dass du ihn jemand anderem erklären kannst, dann ist das kein Vibe Coding, sondern Softwareentwicklung. Karpathy selbst schrieb ein Jahr nach seinem ursprünglichen Beitrag, dass Programmieren mit KI-Agenten für Profis zum Normalfall wird, nur eben mit mehr Aufsicht und Prüfung. Sein Namensvorschlag dafür: Agentic Engineering.

Kurz gesagt: Vibe Coding nimmt, was herauskommt. KI-gestützte Softwareentwicklung steuert, was herauskommt.

Ein Beispiel: das Freigabe-Werkzeug für Angebote

Nimm einen typischen Betrieb mit 40 Leuten. Angebote über 10.000 Euro muss die Geschäftsführung freigeben. Heute läuft das per Mail: Der Vertrieb schickt das PDF, der Chef antwortet mit „passt", irgendwer trägt es in eine Excel-Liste ein. Manchmal geht eine Mail unter, manchmal weiß niemand mehr, welche Version eigentlich freigegeben wurde. Ein kleines internes Werkzeug soll das ordnen.

Variante A: das Vibe-Coding-Wochenende

Der Vertriebsleiter öffnet am Samstag ein KI-Werkzeug und beschreibt, was er haben will. Nach ein paar Stunden gibt es eine Anmeldung, eine Liste der offenen Angebote und einen Freigabe-Knopf. Am Sonntag kommen eine Mail-Benachrichtigung und ein schöneres Design dazu. Am Montag klappt die Vorführung.

Die Probleme kommen nicht am Montag, sondern in den Wochen danach. Keins davon ist in einer Vorführung zu sehen:

  • Der Sonderfall. Ein Kunde bekommt 15 Prozent Rabatt, der Betrag rutscht unter die Grenze. Braucht das Angebot jetzt eine Freigabe oder nicht? Die KI hat irgendetwas entschieden, und niemand weiß, was.
  • Die Änderung nach der Freigabe. Der Vertrieb passt eine Position an, nachdem der Chef freigegeben hat. Die Freigabe bleibt einfach stehen.
  • Die Vertretung. Die Geschäftsführung ist zwei Wochen im Urlaub. Wer darf dann freigeben? Im Werkzeug ist das nicht vorgesehen, also bekommt jemand kurzerhand die Zugangsdaten des Chefs.
  • Die Rechte. Jeder im Vertrieb sieht alle Angebote aller Kollegen, inklusive Margen. Das war nie gewollt, aber auch nie ausgeschlossen.
  • Die zwanzigste Änderung. Jeder neue Wunsch geht wieder per Chat an die KI. Irgendwann repariert eine Änderung das eine und bricht etwas anderes. Welcher Stand vorher lief, weiß keiner, weil es keine Versionsgeschichte gibt.
  • Der Abgang. Der Vertriebsleiter wechselt die Firma. Das Werkzeug läuft auf seinem privaten Konto bei einem Hosting-Anbieter, und niemand sonst versteht, wie es aufgebaut ist.

Fair ist aber auch: Das Wochenende war nicht umsonst. Die Vorführung hat in zwei Tagen gezeigt, was das Werkzeug können soll, und dabei Fragen aufgeworfen, die vorher niemand gestellt hatte. Als klickbarer Entwurf ist Variante A wertvoll. Als Werkzeug, auf das sich der Betrieb verlässt, ist sie eine Wette.

Variante B: dasselbe als KI-gestütztes Projekt

Im zweiten Anlauf wird mit denselben KI-Werkzeugen gebaut. Nur die Reihenfolge ist eine andere:

  1. Erst aufschreiben, was gelten soll. Zwei Seiten reichen. Ab welchem Betrag braucht es eine Freigabe, vor oder nach Rabatt? Wer vertritt die Geschäftsführung? Was passiert mit einer Freigabe, wenn sich das Angebot danach ändert? Wer sieht welche Angebote? Und was gehört bewusst nicht dazu, etwa Angebote für Großkunden mit eigener Preisliste. Das sind genau die Fragen, die in Variante A erst im laufenden Betrieb aufgetaucht sind. Wie so eine Beschreibung aussieht, steht in Anforderungen für ein KI-Projekt aufschreiben, und wer den Ablauf erst einmal sichtbar machen will, fängt mit einem Prozessdiagramm an.
  2. Menschen treffen die Grundsatzentscheidungen. Wie Angebot, Freigabe und Verlauf zusammenhängen, ob das Werkzeug an das bestehende CRM angebunden wird, wie sich die Leute anmelden. Die KI darf Vorschläge machen, entscheiden tut ein Mensch.
  3. Die KI baut in kleinen Schritten. Ein Coding-Agent erstellt Grundgerüst, Oberflächen und Logik, Schritt für Schritt entlang der Beschreibung.
  4. Jede Änderung wird geprüft. Ein Entwickler liest, was der Agent geändert hat, bevor es übernommen wird. Das nennt sich Code-Review und ist der Kern der ganzen Disziplin.
  5. Die Regeln bekommen Tests. Für jede Regel aus Schritt 1 gibt es einen automatischen Test: Ein Angebot über der Grenze kommt ohne Freigabe nicht raus, eine Änderung nach der Freigabe setzt sie zurück, die Vertretung greift nur im eingetragenen Zeitraum. Diese Tests laufen bei jeder künftigen Änderung mit.
  6. Alles liegt in einer Versionskontrolle. Jeder Stand ist nachvollziehbar und lässt sich zurückholen. Warum das mit KI-Agenten unverzichtbar ist, steht in Git erklärt.
  7. Betrieb und Übergabe gehören zum Auftrag. Das Werkzeug läuft auf einem Server des Betriebs oder eines beauftragten Dienstleisters, mit Sicherungen, Updates und Überwachung. Am Ende liegen Quellcode, Dokumentation und alle Zugänge beim Betrieb, nicht bei einer einzelnen Person.

Das dauert länger als ein Wochenende. In meinen Projekten steht ein erster nutzbarer Stand oft nach 4 bis 8 Wochen, kleinere interne Werkzeuge wie dieses gehen meist schneller. Dafür verhält sich das Ergebnis auch bei der zwanzigsten Änderung noch so, wie es in der Beschreibung steht.

Die Gegenüberstellung

Nebeneinandergelegt sieht der Unterschied so aus:

FrageVibe CodingKI-gestützte Softwareentwicklung
AusgangspunktEine Idee und ein PromptEine schriftliche Beschreibung mit Prüfkriterien
Wer entscheidet Aufbau und Datenmodell?Die KI, nebenbei und unbemerktMenschen, bewusst und festgehalten
Umgang mit dem CodeWird nicht gelesenJede Änderung wird geprüft
TestsDurchklicken, ob es gehtAutomatische Tests für jede Regel
VersionskontrolleOft keineJeder Schritt nachvollziehbar und umkehrbar
SicherheitErgibt sich zufälligGeplant: Rechte, Anmeldung, Umgang mit Daten
BetriebLäuft irgendwoHosting, Sicherungen, Updates, Überwachung
ÜbergabeWissen im Kopf einer PersonQuellcode, Dokumentation und Zugänge im Betrieb
Gut geeignet fürPrototypen, Ideen testen, Werkzeuge nur für dichAlles, worauf sich andere verlassen

Die rechte Spalte ist übrigens nicht neu. Genau so wurde gute Software schon vor der KI gebaut. Neu ist nur, dass die Tipparbeit in der Mitte ein Agent übernimmt.

Wo KI die Entwicklung wirklich schneller macht

Die Beschleunigung ist echt, sie sitzt nur an anderen Stellen, als viele erwarten. In den Projekten, die ich begleite, spart KI vor allem hier Zeit:

  • Grundgerüst. Projektstruktur, Anmeldung, Standard-Oberflächen, Formulare, Tabellen. Das war früher tagelange Routinearbeit und ist heute eine Sache von Stunden.
  • Tests schreiben. Die ungeliebteste Aufgabe in der Entwicklung erledigt ein Agent gründlich und ohne Murren. Welche Fälle getestet werden, legt trotzdem ein Mensch fest.
  • Umbauten. Eine Bezeichnung ändern, die an hundert Stellen vorkommt, eine Struktur umstellen, eine veraltete Programmbibliothek ersetzen. Viele Dateien, wenig Denkarbeit: genau die Stärke eines Agenten.
  • Dokumentation. Beschreibungen, Übergabe-Unterlagen, Erklärungen im Code. Was früher am Projektende aus Zeitmangel wegfiel, entsteht jetzt nebenbei.
  • Fehlersuche. Ein Agent liest Fehlermeldungen, Protokolle und den betroffenen Code in Minuten und schlägt Ursachen vor. Oft liegt er richtig, manchmal plausibel falsch. Deshalb prüft ein Mensch die Erklärung, bevor die Korrektur übernommen wird.

Zwei Befunde dämpfen die Euphorie. Der DORA-Bericht 2025 von Google Cloud, eine Befragung von knapp 5.000 Fachleuten aus der Softwareentwicklung, fand zwar einen positiven Zusammenhang zwischen KI-Einsatz und Liefergeschwindigkeit, aber weiterhin einen negativen mit der Stabilität der ausgelieferten Software. Die Kernaussage des Berichts: KI verstärkt, was schon da ist, gute Abläufe genauso wie schlechte.

Und eine Studie der Forschungsorganisation METR ergab 2025, dass erfahrene Entwickler in ihren eigenen Projekten mit KI-Werkzeugen 19 Prozent länger brauchten, sich hinterher aber für 20 Prozent schneller hielten. Die Werkzeuge sind seitdem besser geworden, und die Forscher betonen selbst, dass ihr Ergebnis nur einen kleinen Ausschnitt zeigt. Die Lehre bleibt trotzdem: Gefühlte Geschwindigkeit ist keine gemessene.

Wo der Mensch bleiben muss

Fünf Dinge gibst du nicht an die KI ab, egal wie gut sie wird. Nicht weil sie es technisch nicht könnte, sondern weil es Entscheidungen sind, keine Tipparbeit.

Was gebaut wird, und was nicht. Eine KI baut, was du beschreibst, und rät den Rest. Sie fragt nicht zurück, ob die Freigabegrenze vor oder nach Rabatt gilt. Sie entscheidet es stillschweigend. Welche Probleme gelöst werden und welche bewusst draußen bleiben, gehört in die Hand von jemandem, der den Betrieb kennt.

Architektur. Aus welchen Teilen die Software besteht, wie sie zusammenspielen und wo was läuft. Fehlentscheidungen hier sind später am teuersten, weil alles darauf aufbaut. Ein Agent schlägt gern die Lösung vor, die er am häufigsten gesehen hat, und nicht zwingend die, die zu deinem Betrieb passt.

Datenmodell. Welche Dinge das System kennt und wie sie zusammenhängen. Im Beispiel: Hängt eine Freigabe am Angebot oder an einer bestimmten Version des Angebots? Das klingt nach Detail und entscheidet darüber, ob „Änderung nach Freigabe" überhaupt erkannt werden kann.

Sicherheit. Code, der läuft, ist nicht dasselbe wie Code, der sicher ist. Der Sicherheitsanbieter Veracode testet regelmäßig mehr als 150 KI-Modelle und findet in rund 45 Prozent der Aufgaben bekannte Sicherheitslücken im erzeugten Code, wenn keine Sicherheitsvorgaben gemacht werden. Während der Anteil an Code, der fehlerfrei läuft, seit 2023 auf über 95 Prozent gestiegen ist, ist der Anteil sicherer Lösungen laut Veracode ungefähr gleich geblieben. Wer was sehen darf, wo Zugangsdaten liegen und was bei manipulierten Eingaben passiert, prüft ein Mensch.

Abnahme. Ob das Werkzeug tut, was es soll, entscheidet weder die KI noch der Entwickler allein, sondern die Fachabteilung, anhand der Kriterien aus der Beschreibung. Ohne diese Kriterien gibt es am Ende nur Meinungen.

Wann Vibe Coding völlig in Ordnung ist

Das hier ist kein Plädoyer gegen Vibe Coding. Es gibt Fälle, in denen die ganze Disziplin aus Variante B übertrieben wäre:

  • Ein Prototyp, um eine Idee zu klären. Bevor du irgendjemanden beauftragst, zeigt ein Wochenend-Entwurf besser als jedes Dokument, was du eigentlich willst.
  • Eine einmalige Auswertung. Ein Skript, das eine Tabelle umbaut, einmal läuft und dann gelöscht wird.
  • Ein Werkzeug nur für dich. Ohne Kundendaten, ohne Kollegen, die sich darauf verlassen, ohne Zugang von außen.

Die Grenze ist leicht zu erkennen. Sobald sich andere darauf verlassen, sobald Kunden- oder Mitarbeiterdaten darin liegen oder sobald das Werkzeug länger als ein paar Wochen leben soll, brauchst du die Disziplin. Dann wird aus dem Spielzeug ein Betriebsmittel, und das behandelst du auch so.

Übrigens ist der Weg von A nach B kein Umweg. Ein Vibe-Coding-Entwurf ist eine hervorragende Grundlage für das erste Gespräch mit einem Entwickler, weil er zeigt statt beschreibt. Nur als Fundament für das fertige Werkzeug taugt er selten.

Was das für dich als Auftraggeber heißt

Die gute Nachricht zuerst: Individuelle Software ist durch KI schneller und oft günstiger geworden. Manches, was sich für einen Betrieb mit 40 Leuten vor ein paar Jahren nie gerechnet hätte, rechnet sich heute schon für einen einzelnen Abteilungsprozess. Wann das der Fall ist, steht in Eigene Software entwickeln: Wann sich der Eigenbau lohnt.

Die weniger gute: Umsonst wird sie nicht. Die KI spart vor allem beim Schreiben von Code. Klären, entscheiden, prüfen, testen und betreiben bleibt Arbeit von Menschen, und genau dort entsteht die Qualität. Ein Angebot, das mit „macht die KI in drei Tagen" wirbt, spart oft genau an diesen Stellen.

Frag deshalb jeden Anbieter, bevor du ihn beauftragst:

  1. Wie setzt ihr KI in der Entwicklung ein, und wofür bewusst nicht? Wer darauf keine klare Antwort hat, hat sich die Frage selbst noch nicht gestellt.
  2. Wie wird KI-Code geprüft, bevor er übernommen wird? Du willst hören: Ein Mensch liest jede Änderung, und es gibt automatische Tests.
  3. Welche Regeln aus meinem Ablauf decken eure Tests ab? Die Antwort sollte deine Sonderfälle nennen, nicht nur „wir testen alles".
  4. Wer entscheidet über Aufbau und Datenmodell, und wo ist das festgehalten? Entscheidungen, die nur im Chatverlauf eines Agenten stehen, sind nach dem nächsten Personalwechsel verloren.
  5. Was bekomme ich am Ende übergeben? Quellcode, Beschreibung, Dokumentation und alle Zugänge. Die Fragen rund um Repository und Versionsgeschichte stehen im Beitrag zu Git und KI-Agenten.

Gute Antworten sind konkret und kommen ohne Zögern. Weitere Merkmale, an denen du seriöse Anbieter erkennst, findest du in Woran du einen brauchbaren KI-Dienstleister erkennst.

Und noch etwas: Den wichtigsten Beitrag zu einem guten Ergebnis leistest du selbst, nämlich die Beschreibung, was die Software können soll und was nicht. Kein Entwickler und keine KI kennt deine Sonderfälle besser als du.

Häufige Fragen

Ist Vibe Coding schlecht?

Nein. Für Prototypen, einmalige Auswertungen und Werkzeuge, die nur du selbst nutzt, ist es eine schnelle und günstige Methode. Problematisch wird es erst, wenn ein Vibe-Coding-Ergebnis ohne Prüfung zum Werkzeug wird, auf das sich ein ganzer Betrieb verlässt.

Was ist der Unterschied zwischen Vibe Coding und Agentic Coding?

Agentic Coding beschreibt, dass ein KI-Agent selbstständig Code schreibt, Dateien ändert und Befehle ausführt. Das passiert beim Vibe Coding genauso. Der Unterschied liegt in der Aufsicht: Beim Vibe Coding liest niemand den Code, bei KI-gestützter Softwareentwicklung wird jede Änderung geprüft und getestet.

Kann ich mit KI programmieren, ohne programmieren zu können?

Für eigene kleine Werkzeuge und Prototypen: ja, und das lohnt sich auszuprobieren. Für Software, mit der Kollegen oder Kunden arbeiten, fehlt dir dann aber die Fähigkeit zu prüfen, was die KI gebaut hat. Genau diese Prüfung ist der Teil, der sich nicht abgeben lässt.

Wird Softwareentwicklung durch KI günstiger?

Oft ja, vor allem bei Routinearbeit wie Grundgerüst, Tests und Dokumentation. Anforderungen klären, Entscheidungen treffen, prüfen und betreiben kostet aber weiterhin Zeit. Rechne mit spürbar kürzeren Projekten, nicht mit Software zum Nulltarif.

Fazit

Vibe Coding und KI-gestützte Softwareentwicklung benutzen dieselben Werkzeuge und liefern in der ersten Vorführung oft ähnliche Ergebnisse. Der Unterschied zeigt sich später: beim ersten Sonderfall, bei der zwanzigsten Änderung, beim ersten Personalwechsel. Dort trägt nur, was beschrieben, entschieden, geprüft und getestet wurde.

Die KI macht Entwicklung schneller, wo es um Tipparbeit geht. Was gebaut wird, wie es aufgebaut ist, wie sicher es ist und ob es abgenommen wird, bleibt Sache von Menschen. Wer das beherzigt, bekommt individuelle Software heute schneller und oft günstiger als noch vor wenigen Jahren.

Wenn du ein Werkzeug wie das Freigabe-Beispiel im Kopf hast, oder schon einen Wochenend-Entwurf, schau dir an, wie ich KI-gestützte Softwareentwicklung umsetze. Oder wir klären in einer kostenlosen Prozessanalyse, ob sich eigene Software bei dir überhaupt lohnt. Wer erst einmal wissen will, wo im Betrieb der größte Hebel liegt, startet mit dem KI-Potenzial-Check.

Über den Autor

Dennis Drzosga

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